Ein flotter Dreier oder Vierer

Dieses Brückchen entdeckte ich in Augsburg - hübsches Städtchen übrigens, nett für einen zweitägigen Sommerferienausflug - und die Schlösser daran haben mich fasziniert. Wenn man genau hinschaut, entdeckt man, dass da beileibe nicht nur Zweierkisten besiegelt sind, sondern auch umfangreichere  Liebes-Versprechen.

 

Nun, dies erscheint mir durchaus sinnvoll. Es gibt ja nicht nur die klassischen heterosexuellen Paare, sondern auch poly-amourös-geschaffenen Menschen, die schwulen, die lesbischen, die bi-sexuell-orientierten, die ihrer Neigung nachgehen können sollten. Für die Pädophilen habe ich zwar Verständnis, aber dies ist meiner Meinung nach eher eine sexuelle Fehlleitung. Ebenso wie Inzest. Kinder haben eigentlich andere Interessen als Sexualität.

 

Die klassische Dreier-Konstellation sieht zum Beispiel so aus: Ein Schwuler, ein Bisexueller und eine Hetero-Frau mit Bi-Interesse. Das würde zum Beispiel zutreffen auf Didi, Mikael und mich. Seit der Enthüllung von CVJM wissen wir auch, wie es geht: der Schwule vereinigt sich mit mir, und dann haben wir mit dem Bi-Sexuellen mit dem Frauenkörper vaginalen Sex. Wir haben es mit Leo ausprobiert (weil die beiden anderen Herren bei der Polizei arbeiten und deshalb ein bisschen diskreter bleiben sollten) und das war ganz wunderbar. Vaginalen Sex ziehen wir vor, einerseits wegen dem empfindlichen Schliessmuskel. Andererseits weil es scheinbar eine bäuerische Bestimung gibt, dass bei Analsex der aktive Partner dem Passiven überlegener wird. Das kann ich aber nun mal gar nicht unterstützen!

 

Denkbar ist natürlich auch: zwei Lesben mit einem Hetero-Mann. Oder zwei Lesben mit zwei Schwulen. Vorausgesetzt natürlich eine gewisse Offenheit und viel Sympathie und Freundschaft zwischen allen.

 

Ich hatte gerade vorgestern am Rhein einen Mann gesehen, der die Situation hatte: verheiratet, drei Kinder, und einen Liebhaber. Nachdem die Frau Wind von der Liebesgeschichte bekommen hatte, hatte sie die Familie verlassen aus Protest .... und weil man das bei uns dann so macht. Ein homosexueller Mann, und dann noch mit dem besten Freund, den sie selber auch sehr gern mochte. Traurige Situation für alle: für den Ehemann, für den Freund, für die Frau, für die Kinder. Ja, warum macht ihr das nicht so wie meine Eltern schon immer: wir hatten Ernst, den Cousin meines Vaters, der wohnte zwar im Dorf unten, war aber fast immer auf unserem Bauernhof und gefühlt unser zweiter Vater. Der Sex lief normalerweise so, dass mein Vater in meine Mutter einstieg und dann hatten sie zusammen mit Ernst zu dritt schöne Stunden.

 

Es ist das, was sich für mich normal anfühlt. Ich erinnere mich daran, dass während einer Woche einmal mein Glarner Exfreund Ueli und sein Kumpel Sämi bei uns wohnten, weil sie hier einen Auftrag hatten. Wir drei Erwachsenen und meine drei Kinder - wir hatten schöne Tischgespräche und es war lustig und einfach schön. Und ich dachte: so wärs richtig! Was ich damals nicht wusste: des Nachts war Sämi auch bei mir und Ueli im Bett. Normalerweise mit Ueli vereinigt. Schade nur heimlich - gerne hätte ich auch mal den Sämi oben drauf gehabt :-)

 

Auch die Kinderbetreuung wäre einfacher, man könnte sie zu dritt aufteilen, oder? Gäbe allen mehr Freiheit.

 

Ist es eine verwegene Überlegung, Dreier-Ehen als Zukunfts-Modell in Erwägung zu ziehen? Und Vierer-Ehen?