Nina Hagen

Facebook hat es geschafft, meine Kommentare zu blockieren. Ist jetzt nicht besondeers schlimm, da ich ja eine Homepage habe, die sich mit Fragen rund um Sexualität befasst. Das wird für mich ja keine Kunst sein, das eine mit dem anderen zu verbinden.

 

Nina besingt in ihrem Song "Aufm Bahnhof Zoo" im Jahre 1988 eine Zungenkuss, den sie mit einer lesbischen Frau geteilt hat. Sie singt auch davon, dass dort ihre Leidensgeschichte begann. Energetisch gesehen hat sie sich mit diesem Zungenkuss an die Dame angeknüpft. Ich habe nichts gegen Zungenküsse, aber man sollte danach zur Sicherheit wieder die Energien trennen (mittels Gedankenkraft. Das kann jeder und jede). Erst wenn du dir sicher bist, dass du der Person vertrauen kannst, solltest du auf die Trennung verzichten. Hatte man damals nur in Tantakreisen gewusst.

 

Gleichzeitig mit dem Kuss hatte die andere Lesbe aber eine Portion Heroin im Mund, welches sie Nina verabreichte. Das ist mir auch passiert, und zwar mit Viji, respektive dessen Untermann. Ich hatte aber Glück. Erstens war ich da ja bereits in der Psychi interniert, und zweitens hatte ich reines Heroin erwischt, das mich nur ein bisschen gut gelaunt werden liess. Ich erinnere mich nicht einmal, dass ich am nächsten Tag deswegen einen Kater gehabt hätte. 1978 hatte ein solcher Heroinkuss auf der Damentoilette der Bahnstation Zoo in Berlin schwerwiegende Folgen: das Heroin wurde künstlich hergestellt in einer Schweizerischen Drogenküche namens Novartis, und zusätzlich mit Blei versetzt. Blei ist eines der hässlichsten Gifte - es macht abhängig und vergesslich. Nun war also Nina abhängig von dieser Frau und vom chemischen Heroin. In ihrem Song "ich glotz TV" beschreibt sie, wie es Leuten geht, die von bleihaltigen Substanzen abhängig sind. Es wurden damals gezielt Leute angefixt, die man als potentiell gefährlich einstufte.

 

Die offene Drogenszene ist ja sowohl am Bahnhof Zoo in Berlin als auch am Zürcher Bahnhof Letten verblüffend schnell verschwunden. Nicht zuletzt, weil das Methadonprogramm schnell sehr gute Wirkung zeigte: die Süchtigen konnten täglich in einer Apotheke ihre Portion Methadon einnehmen, was den Beschaffungsstress und die Kriminalität und vor allem das öffentliche Ärgernis beseitigte. Nur ging es den nun methadonabhängigen Personen nicht so viel besser (ja lacht nur über mich - es ist mir bewusst, dass mein Standartdeutsch einen Hauch Schwiizerdütsch beinhaltet, ist gewollt so). Denn das Blei wurde zwar mit dem Cadmium eleminiert, aber gleichzeitig ein neues hässliches Gift eingeschleust: Stickstoff (erkennbar am Me im Namen und am N in der Strukturformel des Moleküls - kann man alles googeln). Wie sich das anfühlt, wissen alle Kokainkonsumenten. Es gibt Leute, die noch heute Methadon bekommen, ausgelöst durch das falsche Heroin der Achzigerjahre! Sozialfälle, nicht in der Lage, einer regelmässigen Arbeit nachzugehen.

 

Die Jungen begannen dann, den Drogen den Rücken zu kehren, und sich wieder vermehrt unseren heimischen Drogen wie Alkohol und Tabak zuzuwenden. Da hatte die Gesundheitsdirektion auch weniger einzuwenden. Es schien, als wäre es gelungen, das Schlimmste abzuwenden. Dass die ganze Chemie-Lüge auffliegt, nämlich.

 

Aber jetzt beginnen wir, die Psychiatrischen Anstalten zu verlassen, wo wir mit Neuroleptika aus Blei-, Stickstoff- und Kohlenmonoxyd- Bauteilen lahmgelegt hätten werden sollen. Nicht, weil wir besonders stark gewesen wären, nein. Sondern weil es jetzt die richtige Zeit ist. Es hat lange gedauert, dieses Patriarchat des Geldes, aber nun beginnt etwas Neues. Christen sagen, das tausenjährige Reich, Astrologen reden vom Fische-Zeitalter (oder?) und die Hindus meinen: Lebensgesetz. Dem kann sich kein Mensch widersetzen. Amen.