Wellness Aisuma

Dass gewisse Seelen unschuldigen Menschen in den Arsch kriechen, um dort Party zu machen (und Abfallberge hinterlassen, die wesentlich schlimmer sind als die paar Coladosen von der Klimademo) ist mir schon länger bekannt. Wenn du nicht das Glück hast, dass du ein paar Saubermänner kennst, die dir ab und an eine Darmsanierung angedeihen lassen, wirst du als Normalsterbliche(r) krank und dick. In Würde zwar, aber  ...... es ärgerte mich sehr. Man erkennt die Arschkriecher daran, dass sie verklärt in die Luft gucken oder konzentriert die Augen schliessen in der Sauna.

 

Nun kommt aber der Hammer. Neuerdings kommen bestens erhaltene Schönlinge und Musen (Missgeburten von Göttern und Aphroditen) und sind hinter uns her. Das ist mir schon am letzen Samstag am Koffermärt in Kleinandelfingen aufgefallen. Da winkte mir Andrea, eine alte Bekannte von Weiten, und dann schaute die mich an, als ob sie mich auffressen wollte! Schamloser gehts überhaupt nicht. Heute in der Sauna kam gleich eine ganze Bande von denen. Sie probierten, mich mit den Augen aufzufressen, per Gedankenkraft in ihre Gedärme zu locken, und einer sogar mit Charme ..... aber sorry. Euch kann ich in Gedanken nur ankotzen!

 

Zwei meiner Kollegen, die Unerschrockensten der Clique, liessen sich auf die Safari ein. Sie besuchten mehrere Därme mit schön aufgeräumter Landschaft in schönen älteren Körpern. Sie fanden aber, punkto Seele eher : aussen hui, innen pfui. Meine Kollegen also, als Zwerge mit roter Zipfelmütze, spazierten durch so einen lichten Föhrenwald da, als ihnen plötzlich ein lieblicher Wolf erschien. Der Wolf hiess sie herzlich in dem Zauberwald willkommen, zeigte ihnen einen bunten Eisvogel, den lieblichen Bibersee, ein Hornissenhotel, und führte sie sie zu einem wundervollen Dorf mit geschützter Dachlandschaft. Auf dem Dorfplatz, unter einer prächtigen Linde, hiess er sie Rast machen. Es kamen wunderschöne Damen, die ihnen ein Cüpli servierten und Canapés mit Kaviar. Ein altehrwürdiger Brunnen stand dort, und die schönen Damen forderten die beiden - nennen wir sie einmal Peter und Paul - auf, einen Blick in diesen Ziehbrunnen zu werfen. Dort glänzte es golden, weil sich gerade die Abendsonne darin spiegelte. Die Damen erzählten, dass man in diesem Brunnen baden könnne, um unsterblich und ewig jung zu bleiben. Man dürfe sich in den hölzernen Wasserzuber setzen, und die schönen Damen würden ihn mit dem Flaschenzug nach unten kurbeln, damit meine beiden Kumpanen darin zu baden.

 

Glücklicherweise haben auch Peter und Paul die Fähigkeit, etwas mehr zu sehen als andere Leute. So sahen sie, dass, sobald der Holzzuber das Wasser berührt, sich der Boden desselben öffnet, die Menschen ins Wasser entlässt, wo sie nach unten gezogen werden. Dann kommt die besagte Maschine zum Einsatz: ein Passe-Vite, das keine Seele am Leben lässt. Unter dem Passe-Vite dann ein grosses Feuer, das die letzten Seelenreste auffrisst und wegfegt. Fegefeuer.

 

Wahrlich eine wirkungsvolle Methode, um unerwünschte Fettansammlungen und Abfallberge zu vermeiden im eigenen Körper! Aber dass ihr gerade mich dort reinziehen wollt, wo ich doch noch nie das Bedürfnis verspürte, diese gottverlassene Welt zu besuchen, ist an Dekadenz nicht mehr zu überbieten! Springt doch selber in diesen wunderbaren Brunnen, ihr eingebildeten Lackaffen und selbstgefälligen Grazien! Amen.