Eine Tantramasseurin als Skilagerleiterin?

Liebe Kundinnen und Kunden. Hiermit teile ich euch mit, dass ich vom 1. bis 17. März nicht im Land bin. Ich werde eine Israel-Jordanien-Libanon-Reise machen und freue mich sehr darauf.

 

Ursprünglich hatte ich andere Pläne. Ich wurde angefragt, ob ich im Skilager der Sekundarschule, wo ich 20 Jahre lang als Hauswirtschaftslehrerin gearbeitet und ungezählte Schulreisen und Klassenlager begleitet hatte, mitleiten würde. Ich gab auf die Frage mein Okay - mit Jugendlichen ein Skilager zu verbringen ist cool. Ausserdem wollte ich gerne meine kleine, feine alte Schule unterstützen.

 

Zwei Tage nach meinem Okay bekam ich einen Anruf und die Bitte um ein Gespräch. Die Kollegin, welche mich angefragt hatte, musste wieder auf mich zurück kommen. Schulleitung und Lehrerschaft fänden es keine gute Idee, wenn ich im Skilager leiten würde. Es sei ja unterdessen bekannt, was ich hier für ein Business betreibe, und für den Ruf der Schule sei das riskant. Da müsse sich nur JEMAND beschweren.... ich solle bitte auf die Teilnahme am Skilager verzichten.

 

Ich muss schon sagen, das hatte mich sehr enttäuscht. Was wäre dann passiert? Es hätte also Herr Hinz oder Frau Kunz beim Schulleiter angerufen und kritisch gefragt, ob er wisse, was diese Skilagerleiterin für ein schändliches Geschäft betreibe. Der Schulleiter hätte gesagt, ja, wir wissen, was sie beruflich macht. Aber wir kennen Frau Gachnang seit Jahren gut und sie war immer eine bewährte Lagerleiterin. Wir vertrauen ihr und sind froh, dass sie mithilft, das Lager zu leiten. Haben Sie, Herr Hinz, Bedenken, Ihren Sohn ins Lager zu schicken deswegen? Was hätte Herr Hinz geantwortet? Nein, nein, Herr Schulleiter, ich doch nicht! Aber es könnte sein, dass die prüde Frau Kunz .........ach nein, den Satz würde Herr Hinz nicht beenden. Man will ja nicht schlecht über andere reden und ausserdem hätte man ja möglicherweise  selber auch noch ein bisschen Dreck am Stecken ;-)